Rogue One – Review

Rogue One stopft ein Plothole in Star Wars, bei dem ich persönlich mich schon immer gefragt habe, wieso es nie ausgeführt wurde: wie kommen die Rebellen eigentlich an die Pläne für den Todesstern? Wie kommt es, dass zwei Torpedos diese riesige Festung einfach so, puff, in das Vakuum jagen? Wie kommt es, dass das Imperium ihrer mächtigen Waffe so eine Schwachstelle erlauben – und scheinbar nicht einmal davon wissen? Nicht nur Plothole, sondern scheinbar auch Logikfehler – aber Rogue One greift die Lücke auf und erzählt, wie es dazu kam. Ich versuche, nicht zu spoilern, denn natürlich musste ich als Star Wars Fan Lieblingsmensch schnappen, und diesen Film sehen.

Was zu allererst auffällt: das Intro. Ja, wo bleibt es eigentlich? Wo bleiben die fliegenden Buchstaben, die Musik, die Geschichte, der Nerdgasm? Es fehlt! Das zeigt, dass der Film komplett eigenständig steht. Man muss die beiden Trilogien nicht kennen, um den Film zu verstehen. Aber als Star Wars Fan vermisst man das gewohnte Intro, die gewohnte Musik. Denn ja, das Force Theme gibt es immer noch – aber klingt es nicht etwas anders als sonst? Wurde es etwa überarbeitet? Das stört den Fluss des Filmes nicht, aber ein bisschen Sehnsucht nach dem gewohnt düstren Auftreten bleibt doch.
Düster ist der Film dennoch ein wenig, die befürchtete Lovestory bleibt zum Glück aus, dennoch kommt ein wenig Titanic-feeling auf, so sehr, dass neben Lieblingsmensch ein Fan die Tränen kaum unterdrücken konnte.
Fehlen tun aber die Charaktere, die wir kennen, lieben. Bis auf kurze Erscheinungen beschränkt sich der Film hauptsächlich auf Jyn, die Tochter von Galen Erso, die den Rebellen nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten doch hilft. Halte ich sie für eine Ikone? Nein. Sie rebelliert, aber nicht von Anfang an aus Überzeugung. Da ist doch eher Galen Erso der schweigsame Held.
Lustig ist der Film ab und an auch, auch wenn es ein bisschen an eine schlechte C3PO Kopie anlehnt, der Screentime aufgezwungen wurde, um den Film mit etwas Slapstick aufzulockern.

Es ist wirklich toll, wie das Ende von Rogue One direkt an den Anfang von Episode 4 anschließt, und Spin Offs kann es für mich gar nicht genug geben, denn ich liebe das Star Wars Universum ganz klar.
Aber wird Disney jetzt jedes Plothole aufgreifen? Dann geht ja die Illusion, Star Wars könnte besser nicht sein, kaputt. Eine Tragödie für jeden Fan, gleichzeitig ein Segen.
Der Film ist wirklich empfehlenswert. Auch empfehlenswert: Ohrstöpsel, denn die Musik ist zeitweise wirklich viel zu laut.

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